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Der Clan Tulem

Der Clan der Tulem

 

"Hört ihr Leute was ich Euch zu erzählen weiß vom Clan Tulem, dem stärksten und größten der 6 Clans."
Der alte Mann saß in einer kleinen Taverne in der nähe des Tors der Sonne. Er saß oft hier den er wußte das die Leute ihm hier immer ein Krug Shei ausgeben würden, oder vielleicht sogar etwas Honigwein. Und immer wenn er hier was erzählte er eine andere Geschichte. Von den Clans, von Kaalen, von Acron oder Harab, von der Wüste oder dem Sturm. Niemand der dem Alten zuhörte hatte schon einmal die gleiche Geschichte zu hören bekommen, nicht einmal der Wirt des "Goldenen Scimitar" und er kannte den alten Mann nun schon etliche Jahre. Und auch er war auf die neue Geschichte gespannt die der alte Heute erzählen würde und so brachte er ihm erst einmal ein Krug des guten Gewürztees.

"Danke mein Freund, laßt mich ein Schluck nehmen bevor ich meine Geschichte beginne."

Vorsichtig nahm der alte Mann einen Schluck des heißen Gebräus und stellte dann den Krug aus feinem Ton wieder auf den Tisch.

" Gut wie immer Euer Shai, mein Freund. Doch nun will ich Euch nicht länger auf die Folter spannen. Ich fange mit meiner Geschichte an, an einem Ort der Sahe heißt. Der Name klingt Euch vertraut ? Nun, ihr werdet ihn vielleicht in den Geschichten Eueres Großvaters gehört haben. Sahe war früher, vor dem Sturm, eine große, blühende Stadt am Ufer eines großen Flusses. Der Herrscher der Stadt war damals Sultan Hakrr tas Sahe, ein Krieger ohne Gleichen. Es gab niemand in der Stadt oder im Land der ihn hätte besiegen können. Man sagte über ihn das er alleine den Wall von Darash gegen 2.000 Mann gehalten hätte bis Verstärkung kommen konnte, doch das ist eine andere Geschichte."

Wieder nahm der alte ein Schluck Shei und schaute sich im Raum um, der sich noch etwas gefüllt hatte. Alle schienen ihm gespannt zuzuhören und warteten begierig darauf dass er weitermachte.

"Er war Unbesiegbar........das glaubt er zumindest. Hmm. Eines Tages aber sollte er eines anderen belehrt werden. Aber ich greife der Geschichte voraus. Eines Abends meldeten die Wachen das sich ein großes Reiterheer der Stadt nähern würde und schon bald erkannten die Wachen das Blütenweiße Banner des Tulem Clans. Schon oft hatten verschieden Clans versucht die Stadt für sich zu erobern, aber die hohen Mauern und die vielen Wachen hatten das jedesmal verhindert. Viel Blut ist vor Sahe geflossen und viele Seelen sind dort in die Hallen Acrons gegangen. Als die Wachen die Reiter sahen, es waren an die 5.000 Wüstenreiter, schlossen sie die Tore. In sichere Entfernung vor den Mauern blieben die Reiter stehen und nur ein Einzelner Reiter, ganz in weiß und in nichts zu unterscheiden von den anderen, ritt weiter auf das Tor zu. Er ritt direkt vor das Tor und verlangte mit dem Sultan zu sprechen, den er habe ihm ein Angebot zu machen. Nach einer Weile erschien der Sultan auch am Tor und verlangte zu wissen um was es geht. Darauf stellte sich der Reiter als Tendash tas Tulem vor. Er forderte den Sultan zu einem Duell heraus. Dem Sieger solle die Stadt gehören. Und um dem Sultan das Angebot auch interessant zu machen bot er als Gegenleistung die Dienste des Clans Tulem für ein Jahr an. Und 5.000 Reiter waren damals mehr als alle anderen Clans hatten. Der Sultan, in seiner Überzeugung zu sein einer der besten Krieger des Landes zu sein willigte ein. So begab es sich das man sich am nächsten Abend in einem großen Kreis an der Stadtmauer traf. Überall standen Menschen und wollten sich den Kampf ansehen. Niemand war zu Hause geblieben. Auf den Mauern, in den Wehrgängen, auf Karren und am Rande des Platzes standen sie um die beiden Kämpfer zu sehen. Überall boten Händler Speis und Trank an. Die verschiedensten Gerüche erfüllten die Luft. Auf ein paar Karren standen Männer und nahmen Wetten an."

Wieder nahm der alte einen Schluck aus seinem Krug, der inzwischen mit würzigem, warm Honigwein gefüllt war. In der Taverne war es ruhig, alle hingen wie gebannt an seinen Lippen. Er lächelte und war froh das seine Geschichten immer noch das Volk in seinen Bann ziehen konnte. Er nahm noch einen kleinen Schluck um seine Kehle noch einmal zu befeuchten vor dem großen Finale.

"Schließlich kamen die beiden Krieger auf den Platz. Der Sultan in einer leichten Rüstung und bewaffnet mit zwei edlen Scimitaren. Tendash trug nur seine weiße Gewandung, die gleiche Art wie sie auch noch heute vom Clan der Tulem getragen wird, mit einem einfachen Scimitar an dem man noch so manche Kampfscharte entdecken konnte. In der Linken führte er ein kleines Holzschild das mit Messingbändern verstärkt war und auch schon viele Scharten hatte. Und dann machte er etwas was alle verwunderte. Er kniete sich nieder und betete. Die Leute die in seiner nähe waren und hörten was er sagte behaupteten später er habe zu Acron gebetet. Dann begann es. Mann sah die Klingen des Sultans in der Luft wirbeln, als ob sie ein eigenes Leben hätten. Schlag auf Schlag drang er auf Tendash ein. Doch dieser konnte mit seinem kleinen Schild parieren und auch sein Scimitar suchte das Blut des Feindes. Sie tanzten einen Tanz durch den Kreis. Keiner konnte den anderen treffen ohne selbst ein Treffer zu kassieren. Aber sie drangen weiter aufeinander ein. Und immer sah man die Klingen des Sultans durch die Luft schneiden und auf das Schild zu trommeln. Und dann passierte es, das Schild brach entzwei und flog in den Sand. Da witterte der Sultan seine Chance gegen einen Gegner der viel stärker war als er gedacht hätte. Wieder sangen seine Scimitaren ein Lied durch die Luft als er auf Tendash eindrang. Doch dieser wehrte sich mit seinem Scimitar sehr geschickt und der Sultan sah sich zum ersten mal seit Jahren einem ebenbürtigen Gegner gegenüber. Das ließ seinen Ehrgeiz noch mal die letzten Reserven aufbieten und so gelang es ihm schließlich Tendash schwer am linken Arm zu verletzen. Das Blut drang schnell in den weißen Stoff ein und jeder der das sah wußte das der Kampf nicht mehr lange dauern konnte. Da sprang Tendash auf den Sultan zu, sein Scimitar direkt auf den Sultan gerichtet. Der reagierte mit seinem Schritt zur Seite eine Sekunde zu spät so das der Scimitar tief in seine Brust sank. Doch noch währenddessen trafen seine Scimitare Tendash schwer in die Seite. Beide sanken sie zu Boden und keiner regte sich mehr. Daraufhin eilten gleich des Sultans Leibärzte und zwei Heiler aus dem Clan der Tulem zu den beiden. Der Sultan war tot, der Scimitar steckte immer noch tief in seiner Brust doch Tendash lebte noch. Seine Wunden waren schwer aber sie wurden gleich verbunden. So kam es das der Clan der Tulem die Stadt ohne einen eigenen Toten erobern konnte.

Wieso fragt ihr ? Wieso die Wachen nicht doch gekämpft haben ? Nun ihr seit fremd in unserem Land deswegen werde ich es Euch sagen. Weil jeder Mann seinem Herren treu ist. Nie würde ein Tahasane sein Wort oder das seines Herren brechen, auch nicht nach dessen tot. Treue und Ehre sind zwei der wichtigsten Dinge in unserem Leben. Deshalb haben die Wachen nicht gekämpft.

So, nun wißt ihr warum. Wenn Euch ein Tahasane sein Wort gibt dann könnt Ihr Euch sicher sein das er es ernst meint. So, nun genug geredet. Ich bin müde. Aber kommt morgen wieder, dann werde ich euch gerne noch mehr Geschichten erzählen."

Mit diesen Worten trank der alte Mann seinen Krug aus und verließ die Taverne. Er wußte das morgen wieder viele seine Geschichten hören wollten !